Von den Jahresringen

Frauen vernetzen sich

Die Beschäftigung mit feministischer Theologie führte in den 1980iger Jahren an mehreren theologischen Fakultäten in Österreich zur Gründung von Studentinnengruppen. Allen Gruppen gemeinsam waren die Erfahrungen im Studienbetrieb einer männerzentrierten Theologie, in der Frauen, wenn überhaupt, nur als ein verzerrtes Bild ihrer selbst vorkamen, sowie das Bewusstsein über die Benachteiligung von Frauen in der Kirche und der Wille, das zu verändern und aus der Vereinzelung herauszutreten.

Gründungstreffen des ÖFFTh

Von 7. – 9. Februar 1986 trafen 56 Frauen aus diesen Gruppen zu einem Austausch in Linz zusammen und gründeten das Österreichische Frauenforum Feministische Theologie (ÖFFTh). Einander kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen stand bei diesem ersten Treffen im Mittelpunkt. Es ging aber auch darum, eine Struktur aufzubauen, die eine intensivere österreichweite Zusammenarbeit ermöglichte. Das ÖFFTh war von Anfang an ökumenisch und auch für Frauen aus nichttheologischen Zusammenhängen offen.                                                                Vollversammlung 2013

Weiterentwicklung

Seit dem Gründungstreffen gibt es jährlich eine Tagung, die die Beschäftigung mit inhaltlichen Schwerpunkten mit der Vollversammlung des Vereins ÖFFTh verbindet. Die wesentlichen Informationen zum Verein sowie die Dokumentation der Tagung werden in einem Rundbrief an die Mitfrauen kommuniziert.

Bis Mitte der 1990iger Jahre war die Organisation in Landesgruppen für die meisten Frauen in den Bundesländern eine geeignete Form, den Austausch zu pflegen und Veranstaltungen sowie Aktionen durchzuführen. Die Verflechtung vieler Mitfrauen in berufliche und familiäre Aufgaben ergab mit der Zeit eine starke Dezentralisierung des Engagements in eben diese Bereiche.

Es gibt Frauenliturgiegruppen an vielen Orten Österreichs. Zahlreiche Frauen bezeichnen sich als Sympathisantinnen.

Apfelgeschichte

Was alle Mitfrauen zusammenhält, ist noch immer der „Rundbrief des Österreichischen Frauenforums Feministische Theologie“. Dessen Erarbeitung wurde ab der Nummer 46 (1998) nicht mehr von einer Landesgruppe zur anderen weitergegeben, sondern es wurde eine bundesweite Redaktion geschaffen. Der "Rundbrief" bekam den Charakter einer feministisch-theologischen Fachzeitschrift und einen neuen Namen: „Der Apfel“; der bisherige Titel wurde zum Untertitel. „Der Apfel“ bringt Beiträge zu feministisch-theologischen Themen und informiert über Szene- und Vereinsaktivitäten. Ein besonderer Schwerpunkt war bis ca. 2005 die Berichterstattung über die Frauensynodenbewegung, die in Österreich sehr groß war und maßgeblich vom ÖFFTh getragen wurde. >> weiterlesen

forschen-feiern-feministisch

Im Mai 2011 wurden 25 Jahre Österreichisches Frauenforum Feministische Theologie gefeiert. Um die 40 Frauen haben sich in Vöcklabruck versammelt, zurückgeschaut auf das, was war und was wir mit und durch den Verein erreicht haben und worauf wir stolz sein können. Bei diesem Fest wurde klar, jede Frau wirkt an ihrem Ort und es wurde und wird immer wieder – verwoben mit dem Frauenforum – vieles verändert.

Ein weiteres Anliegen beschäftigt uns seit dieser Jubiläumsfeier: Wir wollen aufzeigen, wo Frauenforumsfrauen leben, den Kontakt wieder ein Stück intensivieren und einander in unserem Leben und Arbeiten bestärken. So ist auf dieser Homepage eine Österreichkarte zu finden, die Hilfestellung bieten will zu dieser Vernetzung: Überall, wo eine Mitfrau lebt oder wirkt, ist ein Punkt markiert. Und jede kann dort von sich biographische und/oder berufliche Notizen veröffentlichen. 

Frauenforumstreffen 2015

Nach unseren Zusammenkünften in Baum, bei den Labyrinthen in Hofkirchen sowie bei der Katharinafeier in Salzburg, laden wir für 2015 auf den Weiberhof in die Südsteiermark (www.weiberhof.at) ein.

Wir starten unser Treffen am Donnerstag, 14. Mai 2015 (Christi Himmelfahrt), 18.00 Uhr mit dem Abendessen und beenden es am Sonntag, 17. Mai 2015 mit einem Brunch und einem Reisesegen. Für Freitagabend planen wir eine Nachtwanderung mit Andrea Pfandl-Waigasser. Die Vollversammlung findet am Samstag statt. Wir wollen erste Überlegungen zur 30-Jahrfeier des ÖFFTh anstellen und alle anderen Zeiten ganz frei gestalten: z.B. eine nimmt Liederbücher und Gitarre mit und lädt zum Singen ein, eine nimmt Schnitzwerkzeug mit und lädt ein, eine nimmt ihre Tanz-CD's mit, eine hat Lust über einen Text oder ein Thema - z.B. aus einem Apfel - zu diskutieren und lädt unter den Apfelbaum ein ... und auch für einen Spaziergang, zum Faulenzen und Plaudern, ... wird Zeit sein.

30 Jahre Jubiläum 

Dieses wollen wir mit dem ökumenischen Frauengottesdienst "Frau, wir erinnern dich!" feiern und dazu interessierte Frauen einladen: Herzlich willkommen!

100 Frauen feiern 30 Jahre ÖFFTh: am 16. - 17. April 2016   

"Frau - wir erinnern dich!" erlebten und feierten die vielen Frauen aus ganz Österreich mit großer 

Begeisterung.Über hundert Frauen versammelten sich zum ökumenischen Frauengottesdienst im Seminarhaus St. Klara in Vöcklabruck/OÖ. Unter den Festgästen waren auch die Kom

ponistin des musikalischen Werkes, Claudia Mitscha-Eibl und die theologische Kompositorin Brigitte Enzner-Probst. In der gemeinsamen Feier - geleitet  von den beiden Krankenhaus-Seelsorgerinnen Claudia Hasibeder und Barbara Müller - wurden die biblischen Texte (Markus 14,3-9) durch Gesang, Musik, Wort und Salbhandlung lebendig.    

 

                           

       

 

 

     weitere Fotos 

 

  

 

 

Vollversammlung und Weichenstellung: 

Da in den letzten Jahren die inhaltliche Verbindung der Frauen auch stark durch die Zeitschrift "Der Apfel" getragen war, beraten die Mitfrauen in der Vollversammlung über die Neuorientierung des ÖFFTh. Wird sich die Homepage als neues Vernetzungsmedium herauskristallisieren? Gibt es ganz ungeahnte Wege oder wieder mehr persönliche Besuche und Miterleben von Angeboten feministisch-theologisch-spirituell-politisch interessierter und wirkender Frauen? Die Anwesenden werden gebeten, nach einer kurzen persönlichen Vorstellung ihren Platz im Forum zu beschreiben und eine Einschätzung dazu zu geben, welche Bedeutung es in ihrem Leben künftig haben kann/soll. 

Aus diesen Stellungnahmen, den schriftlichen Eingaben der Mitfrauen, die nicht teilnehmen konnten und der anschließenden kreativen Sammelphase ergeben sich folgende mögliche  Schwerpunkte für die nächste Zeit:

  • Nostalgie & Ernte
  • Frauenliturgien
  • Homepage
  • Wellen aus dem ÖFFTh  
  • Raum
  • Gegenseitig einladen & besuchen
  • Struktur, Rahmen ÖFFTh
  • Jahrestagung

Der neue Vorstand soll sich die Freiheit nehmen dürfen, davon umzusetzen, was möglich und sinnvoll erscheint. Zudem wird ersucht, konkrete Anregungen den Vorstandsfrauen direkt mitzuteilen bzw. Nachfragen beim Vorstand anzustellen. 

Auf weiterhin gute Vernetzung, gegenseitige Ermutigung und Stärkung!

Neue Mitfrauen sind herzlich WILLKOMMEN!